| Seminar in Dietzenbach |
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Jack Hoban, einer der ranghöchsten Shidoshi aus den USA und langjähriger persönlicher Schüler von Dr. Masaaki Hatsumi, besuchte Deutschland für ein Wochenendseminar.
Thema des Seminares war „Kukan“, was auch immer das heißen soll!? Bei der Übersetzung dieser japanischen Begriffe, landet man meistens daneben. Raum, Platz… damit treffe ich es wohl nicht und werde viele Geister wecken. Jedoch fand ich die Erklärung von Mr. Hoban sehr einleuchtend: Dein Gegner ist größer, stärker, schneller. Du kontrollierst nicht den Gegner, jedoch den Raum.
Damit konnte ich etwas anfangen! Den Raum, in dem sich dein Gegner bewegt, in dem jegliche Handlung stattfindet. Dies gilt es zu kontrollieren. Damit hebeln wir seine Stärken und körperlichen Vorteile aus. Schaffen uns die Zeit und die Möglichkeit eigener Handlung. Über einhundert Teilnehmer, aus mehreren europäischen Ländern, übten sich mit den Schwerpunkten Shanshin no kata und Kihon happo. Immer unter dem Aspekt des Kukan. Jack ließ uns die Zeit, die bekannten Techniken unter dem Blickwinkel des Kukan zu trainieren. Wie immer sieht alles sehr einfach aus, aber … Die Trainingseinheiten waren ohne Druck und ohne viel technische Schwierigkeiten. Man bewegte sich in bekanntem „Terrain“. Der Einsatz des Bokken, sowie des Hanbo’s rundeten den Samstag Nachmittag ab. Die Techniken und Bewegungsabläufe blieben gleich. Jack blieb immer in Bewegung und gab jedem jederzeit Tips und Ratschläge. Am Sonntag hatten sich die Reihen der Teilnehmer dann doch etwas gelichtet. Trotz unruhiger Nacht, oder soll ich sagen fortgeschrittenen Alters und Mega-Kopfschmerzen, freute ich mich auf den Trainingsbeginn. Das Training begann mit dem Hanbo und wurde anschließend mit dem kurzen Seil fortgesetzt. Immer unter Beachtung des Kukan. Eines der Highlights (aus meiner Sicht) war das Training des Personenschutzes. Die Aspekte, die es zu beachten gibt, die Fehler die man gerne begeht sind: Man konzentriert sich zu sehr auf den Angreifer und vergisst seine Schutzperson. Das fand ich mit Verlaub „geil“ und was Bujinkan sehr häufig für mich ist Spaß und lustig! Eigentlich seltsam für eine Kriegskunst. Stressig und zum Schwitzen war es eigentlich nie, dafür sorgten regelmäßige Unterbrechungen, bei denen es um Gefühle, Ausbildung von amerikanischen Marines und Kriegsstrategien ging. All das machte es zu einem rundum gelungenen Seminar. Ich glaube jedoch, auch enttäuschte Gesichter (speziell Samstags) gesehen zu haben, deren Erwartungshaltung eine andere gewesen ist. Wie dem auch sei, ich fand die psychischen Schwerpunkte am besten (Antworten auf meine Fragen zum Sanshin no kata), haben den Besuch mehr wie gelohnt. Ich genoss die multikulturelle Stimmung und Jack Hoban. Anmerkung : Jack sprach auch einmal den Amoklauf von Winnenden an. Ich war etwas überrascht, da die meisten Amerikaner selten über Ereignisse jenseits des großen Wassers Bescheid wissen. Er mahnte uns, die, die wir Bujinkan trainierten, immer mit offenen Augen und Vorsicht zu wandeln. THE WARRIOR CREED Wherever I walk , everyone is a litte bit safer because I am there. Wherever I am , anyone in need has a friend. Whenever I return home, everyone is happy I am there . “It’s a better life” By Robert L. Humphrey Ich wünschte, wir handelten alle danach … Keep going !
Manfred Straßer (5 Kyu)
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